Quantentunneleffekt-Simulator: Barrierendurchdringung & Transmissionskoeffizient

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T = 12,95 % — signifikantes Tunneln durch die Barriere

Mit den Standardparametern (E=3 eV, V=5 eV, L=1 nm, m=1 m_e) tunneln etwa 12,95 % der einfallenden Teilchen durch die Barriere. Dies ist ein charakteristischer Quanteneffekt ohne klassisches Analogon — klassisch würde ein Teilchen mit E < V zu 100 % reflektiert werden.

Formel

Transmission coefficient: T = 1/[1 + (kappa^2 + k1^2)^2 sinh^2(kappa L)/(4 k1^2 kappa^2)]
Decay constant: kappa = sqrt(2m(V-E))/hbar
WKB approximation: T ~ exp(-2 kappa L)
Wave vector: k1 = sqrt(2mE)/hbar

Quantentunneleffekt

In der klassischen Mechanik wird ein Teilchen, das auf eine Potenzialbarriere trifft, die höher ist als seine kinetische Energie, schlicht reflektiert — es kann nicht passieren. Die Quantenmechanik erzählt eine grundlegend andere Geschichte. Die Wellenfunktion des Teilchens dringt in den klassisch verbotenen Bereich ein, klingt dort exponentiell ab, erreicht aber niemals exakt null. Ist die Barriere dünn genug, tritt ein Teil der Wellenfunktion auf der anderen Seite hervor, was eine von null verschiedene Transmissionswahrscheinlichkeit ergibt.

Das Modell der Rechteckbarriere

Dieser Simulator modelliert das einfachste Tunnelszenario: ein Teilchen mit Energie E trifft auf eine rechteckige Potenzialbarriere der Höhe V und Breite L. Wenn E < V, nimmt die Wellenfunktion innerhalb der Barriere die Form psi ~ exp(-kappa x) an, wobei kappa = sqrt(2m(V-E))/hbar die Abklingkonstante ist. Der Transmissionskoeffizient T quantifiziert den Anteil des einfallenden Flusses, der die Barriere passiert.

Exponentielle Empfindlichkeit

Die entscheidende Erkenntnis ist, dass die Tunnelwahrscheinlichkeit exponentiell sowohl von der Barrierenbreite als auch vom Energiedefizit (V-E) abhängt. Eine Verdopplung der Barrierenbreite quadriert den Unterdrückungsfaktor. Diese exponentielle Empfindlichkeit ist der Grund, warum der Tunneleffekt auf atomarer Skala (Barrieren ~nm breit) bedeutsam ist, für makroskopische Objekte jedoch völlig vernachlässigbar.

Physikalische Anwendungen

Der Quantentunneleffekt treibt einige der wichtigsten Prozesse in Natur und Technik an. Die Kernfusion im Inneren von Sternen erfordert, dass Protonen die Coulomb-Barriere durchtunneln. Der Alphazerfall wird dadurch erklärt, dass das Alphateilchen aus dem Kernpotential heraustunnelt — Gamows Theorie von 1928 war einer der ersten Triumphe der Quantenmechanik. In der Technik nutzt das Rastertunnelmikroskop (STM) die exponentielle Empfindlichkeit des Tunnelstroms, um Oberflächen mit atomarer Auflösung abzubilden.

Die Visualisierung verstehen

Das rot schattierte Rechteck ist die Potenzialbarriere. Die cyanfarbene Welle links ist die Wellenfunktion des einlaufenden Teilchens, deren Oszillation durch die Energie bestimmt wird. Innerhalb der Barriere klingt die Welle exponentiell ab. Rechts setzt sich die transmittierte Welle mit reduzierter Amplitude fort (proportional zu sqrt(T)). Erhöhen Sie die Energie in Richtung Barrierenhöhe, um zu sehen, wie das Tunneln dramatisch zunimmt — und oberhalb von V beobachten Sie vollständige Transmission mit oszillierenden Resonanzeffekten.

Häufige Fragen

Was ist der Quantentunneleffekt?

Der Quantentunneleffekt ist das Phänomen, bei dem ein Teilchen eine Potenzialbarriere durchdringt, die es klassisch nicht überwinden könnte. Die Wellenfunktion des Teilchens fällt an der Barriere nicht abrupt auf null, sondern klingt exponentiell ab, sodass eine von null verschiedene Wahrscheinlichkeit besteht, auf der anderen Seite aufzutauchen.

Wie wird der Transmissionskoeffizient berechnet?

Für eine rechteckige Barriere gilt der exakte Transmissionskoeffizient T = 1 / [1 + (kappa² + k²)² sinh²(kappa L) / (4 k² kappa²)], wobei k = sqrt(2mE)/hbar und kappa = sqrt(2m(V-E))/hbar. Die WKB-Näherung ergibt T ~ exp(-2 kappa L) für dicke Barrieren.

Wo kommt der Quantentunneleffekt in der Natur vor?

Der Quantentunneleffekt ist entscheidend für die Kernfusion (so leuchten Sterne), den Alphazerfall radioaktiver Kerne, die Rastertunnelmikroskopie (STM), Tunneldioden und den Flash-Speicher in Ihren Geräten. Er ist eines der praktisch bedeutsamsten Quantenphänomene.

Was ist die Abklinglänge?

Die Abklinglänge (oder Eindringtiefe) delta = 1/kappa = hbar/sqrt(2m(V-E)) ist die charakteristische Strecke, über die die Amplitude der Wellenfunktion innerhalb der Barriere um den Faktor 1/e abnimmt. Eine kürzere Abklinglänge bedeutet, dass die Barriere undurchlässiger ist.

Quellen

Einbetten

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