Die Evolution durch natürliche Selektion, erstmals von Charles Darwin 1859 beschrieben, ist das mächtigste Erklärungsmodell der gesamten Biologie. Doch Darwin fehlten die mathematischen Werkzeuge, um seine Theorie präzise zu formulieren. Das änderte sich im frühen 20. Jahrhundert, als Ronald Fisher, J.B.S. Haldane und Sewall Wright die Populationsgenetik schufen — die mathematische Theorie der Evolution.
Die Populationsgenetik zeigt, dass Evolution von vier Kräften angetrieben wird: natürliche Selektion (unterschiedliches Überleben und Reproduktion), Gendrift (zufällige Schwankungen in kleinen Populationen), Mutation (die Quelle aller neuen Variation) und Genfluss (Migration zwischen Populationen). Das Zusammenspiel dieser Kräfte bestimmt die genetische Zusammensetzung jeder Population auf der Erde.
Diese Simulationen ermöglichen es Ihnen, die grundlegenden Parameter der Evolution zu manipulieren und Populationen in Echtzeit beobachten. Sehen Sie, wie natürliche Selektion Allele zur Fixierung treibt, wie Drift in kleinen Populationen die Selektion überwindet, wie Räuber und Beute ewig oszillieren und wie das Multi-Hit-Modell erklärt, warum Krebs eine Alterserkrankung ist.