Angebot-und-Nachfrage-Simulator: Marktgleichgewicht & Steuereffekte

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P* = 48, Q* = 52 — der Markt räumt sich am Schnittpunkt

Mit den Standardparametern (Nachfrage-Achsenabschnitt 100, Nachfrageneigung 1, Angebots-Achsenabschnitt -20, Angebotsneigung 1,5) liegt der Gleichgewichtspreis bei 48 $ und die Gleichgewichtsmenge bei 52 Einheiten. Konsumenten- und Produzentenrente sind ohne Steuer maximiert, ohne Wohlfahrtsverlust.

Formel

Demand: Q_d = a - b·P
Supply: Q_s = c + d·P
Equilibrium price: P* = (a - c) / (b + d)
Equilibrium quantity: Q* = (a·d + b·c) / (b + d)
Price elasticity of demand: E_d = (dQ/dP) · (P/Q) = -b · (P/Q)

Das Gesetz von Angebot und Nachfrage

Das Angebots-Nachfrage-Modell ist das grundlegendste Rahmenwerk der Volkswirtschaftslehre, erstmals 1890 von Alfred Marshall formalisiert. Die Nachfragekurve verläuft abwärts — mit steigendem Preis kaufen Konsumenten weniger. Die Angebotskurve verläuft aufwärts — mit steigendem Preis liefern Produzenten mehr. Wo sich diese Kurven schneiden, räumt sich der Markt: nachgefragte Menge gleich angebotener Menge.

Das Gleichgewicht finden

In diesem linearen Modell ist die Nachfrage Q_d = a - b·P und das Angebot Q_s = c + d·P. Gleichsetzen ergibt den Gleichgewichtspreis P* = (a-c)/(b+d) und die Gleichgewichtsmenge Q* = (a·d+b·c)/(b+d). Die Parameter a und c stellen Achsenabschnitte dar (Basisnachfrage und -angebot), b und d die Steigungen (Preissensitivität). Steilere Steigungen bedeuten weniger elastische Reaktionen auf Preisänderungen.

Überschuss und Wohlfahrt

Die Konsumentenrente (die blaue Fläche über der Preislinie und unter der Nachfrage) stellt den Vorteil dar, den Konsumenten daraus ziehen, weniger als ihre maximale Zahlungsbereitschaft zu bezahlen. Die Produzentenrente (die grüne Fläche unter der Preislinie und über dem Angebot) stellt den Gewinn über den Mindestpreis dar, den Produzenten akzeptieren würden. Zusammen messen sie die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt.

Der Effekt von Besteuerung

Wenn eine Stücksteuer erhoben wird, verschiebt sich die Angebotskurve um den Steuerbetrag nach oben. Das neue Gleichgewicht hat einen höheren Käuferpreis, einen niedrigeren Verkäuferpreis und eine reduzierte Menge. Das Wohlfahrtsverlust-Dreieck — die rot schattierte Fläche — stellt Handelsgeschäfte dar, die nicht mehr stattfinden. Dieser Wohlfahrtsverlust kommt niemandem zugute: weder Käufern noch Verkäufern noch dem Staat. Er ist eine reine Ineffizienz, und er wächst mit dem Quadrat des Steuersatzes, was erklärt, warum Ökonomen allgemein breit angelegte, niedrige Steuersätze bevorzugen.

Häufige Fragen

Was bestimmt den Gleichgewichtspreis auf einem Markt?

Der Gleichgewichtspreis wird durch den Schnittpunkt der Angebots- und Nachfragekurven bestimmt. Bei diesem Preis entspricht die von den Konsumenten nachgefragte Menge genau der von den Produzenten angebotenen Menge. Mathematisch gilt für lineare Kurven Q_d = a - b·P und Q_s = c + d·P: der Gleichgewichtspreis ist P* = (a-c)/(b+d).

Was ist die Konsumentenrente?

Die Konsumentenrente ist die Differenz zwischen dem, was Konsumenten zu zahlen bereit wären (dargestellt durch die Nachfragekurve), und dem, was sie tatsächlich zahlen (dem Marktpreis). Grafisch ist sie die dreieckige Fläche zwischen der Nachfragekurve und der Preislinie bis zur Gleichgewichtsmenge.

Wie wirkt eine Steuer auf das Marktgleichgewicht?

Eine Stücksteuer verschiebt die Angebotskurve um den Steuerbetrag nach oben und erzeugt ein neues Gleichgewicht mit höherem Preis für Käufer, niedrigerem Preis für Verkäufer und reduzierter Menge. Die Differenz zwischen dem alten und neuen Gesamtüberschuss ist der Wohlfahrtsverlust — ein reiner Effizienzverlust durch die Besteuerung.

Was ist ein Wohlfahrtsverlust?

Der Wohlfahrtsverlust (Deadweight Loss) stellt die Verringerung des gesamtwirtschaftlichen Überschusses dar, die aus einer Ineffizienz wie einer Steuer, Preisobergrenze oder Monopolpreissetzung resultiert. Er repräsentiert Transaktionen, die beiderseits vorteilhaft gewesen wären, aber aufgrund der Verzerrung nicht mehr stattfinden.

Quellen

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